Eröffnung der 3. Hamburger Nachhaltigkeitskonferenz: Fokus auf resiliente Wirtschaft, globale Risiken und multilaterale Governance

29. Juni 2026

Die Kraft der Zusammenarbeit: Gemeinsam Fortschritt vorantreiben Die dritte Hamburger Nachhaltigkeitskonferenz findet am 29. und 30. Juni 2026 statt.

Die dritte Hamburger Nachhaltigkeitskonferenz wird am 29. und 30. Juni 2026 abgehalten, ihr Thema lautet „Die Kraft der Zusammenarbeit: Gemeinsam Fortschritt vorantreiben“. Die diesjährige Konferenz steht im Zeichen von Kooperation und Multilateralismus. Sie plädiert dafür, Ressourcen für globale öffentliche Güter bereitzustellen und verfolgt eine nachhaltige Entwicklungsvision, die Wohlergehen von Mensch und Planet gleichermaßen sichert. Zugleich ist sie eine renommierte Plattform für branchenübergreifenden Austausch, die Bildung von Koalitionen sowie die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Stärkung der Rolle des Privatsektors: Mithilfe innovativer Lösungen und der Mobilisierung großskaliger Kapitalströme soll die globale Transformation vorangetrieben werden.

Die HSC 2026 erörtert, wie die Effektivität der internationalen, sektorübergreifenden Zusammenarbeit in einer instabilen Welt gestärkt werden kann. Ziel ist es, neue Partnerschaften aufzubauen, innovative Kooperationsmodelle zu entwickeln, multilaterale Zusagen in praktische Handlungen umzusetzen, umsetzbare und übertragbare Maßnahmen vorzustellen, Ressourcen zu bündeln und konkrete Lösungsansätze für die Ziele für nachhaltige Entwicklung bereitzustellen.

Die drei zentralen Themen der Konferenz

Erstes Thema: Resiliente Wirtschaft, Technologie und die Zukunft unseres Planeten

Zurzeit stehen alle Länder vor dreifachen Schwierigkeiten: eingeengte finanzielle Spielräume, behinderte industrielle Entwicklung sowie erhöhter Druck auf Handel und Lieferketten. Gleichzeitig beeinträchtigen Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt die Landwirtschaft, die Wasser- und Nahrungsmittelsicherheit, den Städtebau sowie die langfristige Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig. In diesem Themenblock werden systemische Veränderungen in Wirtschaft, Infrastruktur, Technologie und Umweltverwaltung erörtert. Es werden Wege erarbeitet, um unter den aktuellen Rahmenbedingungen nachhaltige Entwicklungsmodelle neu zu gestalten und die Transformation in den Bereichen Energie, Industrie, Städtebau und Ökosystemschutz voranzutreiben. Dadurch sollen nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen, branchenübergreifende Innovationen angeregt und inklusives Wachstum ermöglicht werden. Die wirtschaftliche Transformation soll zudem gesellschaftliche Kräfte bündeln sowie Armut und Einkommensunterschiede verringern.

Zudem ist Technologie der Schlüssel zur Umsetzung nachhaltiger Entwicklung. Die Konferenz erörtert, wie digitale Technologien unter Einhaltung verantwortungsvoller und inklusiver Grundsätze innerhalb rechtskonformer Rahmenbedingungen eingesetzt werden können: Sie sollen Entscheidungsprozesse optimieren, Transparenz erhöhen und nachhaltige Investitionsstrukturen verbessern – zugleich gilt es, neue Ungerechtigkeiten durch die digitale Entwicklung zu vermeiden. Die Teilnehmer diskutieren zudem naturbasierte resiliente Entwicklungsmodelle und eine Ökosystemwirtschaft. Außerdem sollen allgemeingültige Standards für klimabezogene und ökologische Investitionen geschaffen sowie großskalige Investitionsplattformen aufgebaut werden.

Zweites Thema: Risiken, Unsicherheit und Konfliktherausforderungen

Geopolitische Instabilität, anhaltende Krisen, verschärfte Klimaprobleme, steigende Schuldenlasten und der Umbruch durch technologische Veränderungen überlagern sich zu vielfältigen Risiken, wodurch das globale System zunehmend fragiler wird und erreichte Entwicklungsfortschritte zurückgedrängt zu werden drohen. Risiken sind mittlerweile zum Normalzustand geworden und beeinflussen maßgeblich Politikgestaltung, Finanzwirtschaft und internationale Zusammenarbeit.

Dieser Themenblock stellt sich den unterschiedlichen Krisen und Problemen, erörtert durch Konflikte verursachte regionale Probleme im Bereich der Lebensversorgung sowie die wirtschaftlichen Grundlagen für eine resiliente Entwicklung. Im Fokus steht vor allem die Frage, wie Finanzmittel für den Aufbau von Resilienz beschafft werden können – vor dem Hintergrund, dass Unsicherheit Investitionen hemmt.

Heute sind der Verlust biologischer Vielfalt, Wasserknappheit und klimatische Ungleichgewichte nicht mehr bloße Umweltthemen, sondern systemische wirtschaftliche und sicherheitsrelevante Risiken mit langfristigen Auswirkungen auf Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit. Die Konferenz stellt heraus: Resilienz ist eine kollektive Fähigkeit. Sie zielt darauf ab, Risiken frühzeitig zu erkennen, Krisen zu eindämmen sowie Institutionen und Kooperationsmechanismen zu schaffen, die Schocks standhalten und Chancen für nachhaltige Entwicklung nutzen können.

Drittes Thema: Die Zukunft menschlicher Zusammenarbeit – Multilateralismus und globale Governance

In einer Welt mit zunehmender globaler Fragmentierung und geopolitischer Gegensätzlichkeit gewinnt der Multilateralismus an Bedeutung, steht aber gleichzeitig vor zahlreichen Herausforderungen. Fehlendes Vertrauen, blockierte Institutionen und innenpolitische Zwänge einzelner Staaten behindern die globale Zusammenarbeit zur Bewältigung gemeinsamer Risiken.

Heute erhalten Schwellen- und Entwicklungsländer mehr Einfluss in der internationalen Zusammenarbeit. Die globale Zusammenarbeit muss auf der Gleichheit der Souveränität, gegenseitigem Nutzen und gemeinsamer Verantwortung basieren, eine regelbasierte internationale Ordnung wahren und gleichzeitig unterschiedlichen Entwicklungsansprüchen und Entwicklungswegen einzelner Länder Rechnung tragen.

Dieser Themenblock konzentriert sich auf die Neuaufbau der Grundlagen internationaler Zusammenarbeit, die Reform der globalen Governance, die Überwindung von Lagerdenken zur Stärkung von Koalitionen sowie die Sicherung eines institutionellen Umfelds für nachhaltige Entwicklung. Zugleich werden neue Kooperationsmodelle erarbeitet, um gegenseitiges Vertrauen wiederherzustellen und die Zusammenarbeit zu vertiefen.

Weitere Angebote der Konferenz

Die Konferenz führt ein Botschafterprogramm für junge Menschen durch: 16 junge Vertreterinnen und Vertreter werden ausgewählt, um gemeinsam mit Entscheidungsträgern aus allen Bereichen die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung voranzutreiben.

Am 1. Juli 2026 (dem Folgetag nach der Konferenz) findet im Rahmen der Veranstaltung ein Wirtschaftsforum „Tag der künftigen Wirtschaft“ statt. Es wird von der Handelskammer Hamburg, der Deutschen Internationalen Handelskammer und der Deutschen Zentralgenossenschaftsbank veranstaltet und von zahlreichen Institutionen unterstützt.

Das Forum bringt Führungskräfte aus Finanzwesen, Industrie, Fertigung und Handel zusammen. Im Fokus stehen praktische Lösungsansätze zur Beschleunigung der wirtschaftlichen Nachhaltigkeitstransformation: Die Förderung nachhaltiger Finanzwirtschaft, die Vorantreibung der Dekarbonisierung, der Aufbau branchenübergreifender Kooperationsbrücken sowie die Vernetzung privater Akteure mit den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung.